Projekt
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Ernährungssicherung der ländlichen Bevölkerung in der Bergregion im Nordosten Haitis                  •	Projektlaufzeit 2014 bis 2022 •	an den Klimawandel angepasste, ökonomisch nachhaltige Bewirtschaftung und Landnutzung mit dem Ziel der Ernährungssicherung •	betrifft insgesamt ca. 130.000 Personen, darunter 5000 Kleinbauernfamilien und 30 Frauengruppen  Die Probleme der Bevölkerung in dieser Region sind extreme Naturereignisse und Katastrophen, bedingt u.a. durch den Klimawandel.                  Erodierte und verbrannte Böden in der Bergregion des Projektgebiets  Geplante Maßnahmen: •	Erarbeitung eines Landnutzungsplans •	Reduzierung des Risikos von Erdrutschen, Erosion und ÜberschwemmungenBeispiele: o	Gründung von Baumschulen zur Ziehung von Baumsetzlingen o	Aufforstung o	Schulung der Bauern bezüglich der Ursachen von Erosion und Erdrutschen •	selbstproduzierte Agrar- und Forstprodukte durch Trainings zu o	Pflanzentechnik o	Kompostierung o	Schädlingsbekämpfung o	erosionshemmende Bewirtschaftungsmethoden o	Anlage von Gemüsegärten o	Holzkohleproduktion o	Errichtung von Lagerräumen •	Training im Zivil- und Umweltschutz über Kommitees                 Projektparzelle  Vor diesem Projekt haben wir bis September 2015 die Millenniumsziele der Welthungerhilfe unterstützt Die Ziele wurden anhand beispielhafter Millenniumsdörfer verfolgt:  	1.	Extreme Armut und Hunger beseitigen 	2.	Grundschulbildung für alle Kinder gewährleisten 	3.	Gleichstellung der Geschlechter fördern und die Rolle der Frauen stärken 	4.	Die Kindersterblichkeit senken 	5.	Die Gesundheit von Müttern verbessern 	6.	HIV/AIDS, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen 	7.	Die ökologische Nachhaltigkeit sichern 	8.	Eine globale Partnerschaft für Entwicklung aufbauen Ende September 2015 wurden die Millenniumsziele durch die 17 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung verabschiedeten „nachhaltigen Entwicklungsziele“ ergänzt. Nach ihnen sollen unter Anderem bis 2030 weltweit Armut und Hunger verschwunden sein.   Bis Ende 2011 unterstützten wirProjekt Oudomxay, Laos (Millenniumsdorf der Welthungerhilfe) Einige Zahlen zu den erfolgreichen Entwicklungen in Laos: •	durchschnittliche Lebenserwartung von 54 (2007) auf 60 Jahre (2012) gestiegen •	2008 hatten nur 57% der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser, 2012 waren es immerhin 67% •	Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren: 180 pro 1000 (1988) reduziert auf ein Drittel (2012: 61 pro 1000) •	10% der Bevölkerung hatten 1995 Zugang zu sanitären Einrichtungen, 2008 waren es 38% (Millenniumsziel in diesem Punkt ist bereits vor 2015 erfüllt) •	Versorgung der Bevölkerung im Projektgebiet mit durchschnittlich 81 Tagen zusätzlicher Reisversorgung durch verbesserte Anbaumethoden
Unser aktuelles Projekt in Haiti
Tu Was e.V.
Unser aktuelles Projekt in der Dominikanischen Republik
Centro Naturaleza, eine dominikanische NGO, fokussiert sich u.a. auf nachhaltige ländliche Entwicklung und ökosystembasierte Anpassung an den Klimawandel. In Kooperation mit lokalen Forschungseinrichtungen plante sie im Jahr 2022 die Einrichtung von Parzellen, die durch naturbasierte Agroforst-Maßnahmen, (wie z.B. Integration von Hecken und angepassten Pflanzenarten) oder auch Aufforstungen, den Wasserhaushalt nachhaltig stabilisieren (Verbesserung der Ökosystemleistung Wasser), was sich auch positiv auf die CO2-Einspeicherung dieser Systeme auswirken würde (Verbesserung der Ökosystemleistung CO2-Senke). Diese Maßnahmen werden im Projekt umgesetzt, aber zur Beurteilung ihrer tatsächlichen Ökosystemleistungen und der Weiterentwicklung der Agroforst- und Forstsysteme fehlen völlig die dafür erforderlichen Messdaten. Diese Daten sollen auf den im Jahr 2022 einzurichtenden Parzellen ermittelt werden. Die zu untersuchenden Parzellen sind: Agroforst-System Kaffee und Kakao, Wiederaufforstung, Naturwaldregenerierung und ökologisch angepasste Weidewirtschaft. Die Parzellen sollen nach Errichtung mehrere Jahre lang untersucht werden und danach rotieren. Durch das Modellprojekt können Kleinbauern und -bäuerinnen sowie Techniker den Nutzen der ökosystembasierten Anpassung an den Klimawandel besser kennenlernen und die Ergebnisse für die Weiterentwicklung nutzen. Die Ergebnisse sollen dann im Rahmen des Großvorhabens „Klimawald“ auch auf Regionen der Karibikstaaten Haiti und Kuba ausgeweitet werden mit dem Ziel, den biologischen Korridor mit seiner einzigartigen Artenvielfalt zu einem regionalen Modell für die Verbesserung der Anpassung an den Klimawandel und die Erhaltung biologischer Vielfalt zu machen. Um dies zu verwirklichen war 2021 ein Pilotprojekt vorgeschaltet, bei dem Kosten für Material (Messgeräte, Rohre) und Testparzellen in Höhe von 20 000 € anfielen. Tu Was konnte seine Zusage einhalten, diese Finanzierung zu übernehmen (trotz coronabedingter Ausfälle von Aktionen), da Cents for help (eine Initiative von Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern der Firma Bosch) uns mit 5 000 € unterstützte.
Anlegen von Testparzellen, um Daten zur Leistung des Ökosystems zu gewinnen